2018 Weltmissionsopfer

Gemeinden der württembergischen Landeskirche wählen jährlich aus einem Projektheft die Projekte aus, die sie im laufenden Jahr durch ihr Missionsopfer unterstützen. Im diesjährigen Projektheft sind zwei Projekte der Nethanja-Arbeit vertreten:

 

Projekt 59: Tagesschulen in Dschungeldörfern

Die indischen Großstädte wachsen nach wie vor ungebremst. Viele Menschen sehen in ländlichen Regionen oder in schwer zugänglichen Dschungeldörfern keine Bleibeperspektive und wandern ab. Nicht selten enden ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben in einem der großen städtischen Slumgebiete, in Armut, Prostitution und Kriminalität.

Unsere Partner der indischen Nethanjakirche wirken dem Migrationsdruck entgegen und eröffnen Familien und Kindern in Dschungeldörfern eine Bleibe- und Lebensperspektive. Insgesamt 16 Tagesschulen für Elementarbildung wurden bisher in abgelegenen Dörfern gegründet und sind in Betrieb. Vom Kindergartenalter bis zur zweiten Klasse bekommen die Kinder Elementarunterricht, ohne den sie mit einem nicht wieder aufzuholendes Bildungsdefizit ins Leben starten würden.

Die Kinder werden mit staatlich anerkanntem Unterrichtsmaterial unterrichtet, täglich bekommen sie auch in den Tagesschulen eine warme Mahlzeit. In etlichen Dörfern kann dabei die Infrastruktur der Nethanjakirche genutzt werden, die kirchlichen Räume stehen allen Kindern, ungeachtet ihrer Religion, ihres Geschlechtes und ihres sozialen Status offen.

Dieses Bildungsangebot ist in vielen dieser schwer zugänglichen Dörfer das einzige soziale Angebot und wird von den Dorfbewohnern als Zeichen gelebter christlicher Nächstenliebe hoch geschätzt.

Zum download: Powerpoint-Präsentation zu den Tagesschulen mit Erläuterungen zu den Bildern: 

Tagesschulen WMO 2018

 

Projekt 60: Mädchen eine Zukunft geben

Indien entwickelt sich wirtschaftlich in rasantem Tempo, aber immer noch haben Hunderte von Millionen Inder an diesem Aufschwung wenig oder gar keinen Anteil. Zu den besonders benachteiligten Gruppen zählen nach wie vor Mädchen und Frauen.

Unsere indischen Partner haben neben weiteren Kinderheimen mit 500 Kindern zwei spezielle Mädchendörfer aufgebaut. 200 Mädchen haben in diesen beiden Dörfern in den Küstenstädten Visakhapatnam und Rajahmundry an der Ostküste Indiens eine Heimat gefunden. Teils sind sie Waisen, teils kommen sie aus Familien, die von extremer Armut, Krankheiten wie HIV oder von Kriminalität betroffen sind.

Sie können in den Mädchendörfern ohne Gewalt und ohne Existenzangst aufwachsen. In Familiengruppen leben sie zusammen.  Großer Wert wird auf eine gute Schul- und Berufsausbildung der jungen Frauen gelegt und sie werden auch in musischen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten gefördert.

Die Mädchendörfer sind über die Jahre zu einem weithin beachteten Zeichen geworden gegen die Benachteiligung von Mädchen und Frauen. Sie ermöglichen den jungen Frauen mutige Schritte in ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben.


 

„Mädchendörfer“  Textvorschlag für Gemeindebrief oder zur Opferankündigung:

Unsere Kirchengemeinde unterstützt in diesem Jahr durch ihr „Weltmissionsopfer“ ein Projekt in Indien, das Mädchen und jungen Frauen hilft.

Die Organisation „Kinderheime Nethanja Narsapur / Christliche Mission Indien e.V.“ hilft indischen Christen bei sozialen und missionarischen Projekten. Schwerpunkt ist dabei die Hilfe für Kinder und Jugendliche. Dazu gehören auch zwei „Mädchendörfer“ in den Städten Rajahmundry und Visakhapatnam an der indischen Ostküste.
Jeweils 100 Mädchen leben dort in Familiengruppen zusammen, wobei jede Gruppe ein eigenes Haus bewohnt. In der indischen Gesellschaft, in der Frauen und Mädchen immer noch gering geachtet werden, sind diese Mädchendörfer viel beachtete Zeichen geworden.

Die Mädchen bekommen eine Schulausbildung und werden ihren Gaben entsprechend bis zur Berufsausbildung gefördert. Sie werden mit allem Notwendigen versorgt und erleben die Geborgenheit einer christlichen Lebensgemeinschaft und einen geschützten Raum, in dem sie ohne Angst aufwachsen können.

Diesem Projekt kommt unser diesjähriges Weltmissionsopfer zugute.

 

Zum download: Powerpoint-Präsentation zu den Mädchendörfern mit Erläuterungen zu den Bildern: 

Mädchendorf WMO18-01-15