2019 Weltmissionsopfer

Gemeinden der württembergischen Landeskirche wählen jährlich aus einem Projektheft die Projekte aus, die sie im laufenden Jahr durch ihr Missionsopfer unterstützen. Im diesjährigen Projektheft sind zwei Projekte der Nethanja-Arbeit vertreten:

Projekt 59: Krankenpflegeausbildung für junge indische Frauen

Seit über 20 Jahren werden junge indische Frauen an unserer Krankenpflegeschule ausgebildet. Jetzt ist dringend ein Neubau erforderlich, damit die Schule nach den staatlichen Bestimmungen weitergeführt werden kann.

Je 40 Schülerinnen in drei Jahrgängen erlernen die Krankenpflege in unserer Schule und in unserem damit verbundenen Missionskrankenhaus am Rand des Dschungelgebietes im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Sie leisten damit nicht nur einen Dienst praktischer Nächstenliebe, sondern bekommen die Perspektive, unabhängig und auf eigenen Beinen ihr Leben gestalten zu können.

Die Aufnahmen an der Schule ist frei für Frauen aus allen Religionen. Besonders wichtig ist für uns jedoch der Aspekt, junge Christinnen aus Bereichen Indiens an der Schule aufnehmen zu können, die in ihren Heimatorten und von ihren Familien Repressalien erfahren. Hier finden sie neben einer Berufsausbildung Schutz, Sicherheit und Hilfe zur Selbsthilfe.

Der Unterhalt und Betrieb der Schule wird zum größten Teil mit Mitteln aus Indien ermöglicht. Jedoch kann die Schule nur weitergeführt werden, wenn ein Neubau mit Internatszimmern und Unterrichtsräumen nach den Bestimmungen des indischen Krankenpflegeverbandes erstellt wird. Dabei ist Hilfe aus Deutschland dringend erforderlich. Ein Teil der benötigten Mittel wurde schon gespendet, wir benötigen zur Verwirklichung des Projektes im Jahr 2019 weitere 50.000 Euro.

Powerpoint-Informationen zur Krankenpflegeausbildung

Projekt 60: Mädchen eine Zukunft geben

200 Mädchen bekommen in unseren zwei Mädchendörfern im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh Unterkunft, Schutz, Gemeinschaft, Versorgung, Schulbildung und Erziehung mit christlichen Werten.

Unsere indischen Partner betreiben auch Kinderheime für Jungs, aber die Mädchen liegen uns besonders am Herzen. Immer noch gelten Mädchen in Indien als minderwertig, bekommen weniger Aufmerksamkeit, weniger Achtung, weniger Zuwendung. Dagegen setzen wir mit den Mädchendörfern ein viel beachtetes Zeichen.

Einige der Mädchen sind Vollwaisen, viele kommen aus extrem armen oder zerstörten Familien, die geprägt sind durch Kriminalität, Drogen- und Alkoholkonsum oder Krankheiten, v.a. AIDS. Die Mädchendörfer sind ihre Chance, der Armutsspirale zu entkommen.

Untergebracht in Pavillons mit je 20 Mädchen und einer Betreuerin erfahren sie Geborgenheit und Zuverlässigkeit. In unseren nahe gelegenen Highschools bekommen sie umfassende Schulbildung, werden mit indischer Kultur und dem christlichen Glauben gleichermaßen vertraut.

Für die laufenden Kosten der Mädchendörfer und kleinere Renovierungen benötigen wir 2019 60.000 Euro.

Powerpoint-Bilder zu den Mädchendörfern