Zur Lage in Indien. 4.5.2021

Die Corona-Situation in Indien ist extrem angespannt: Einerseits sind die täglichen Infektionszahlen derzeit extrem hoch und die Krankheitsverläufe oft schwer oder tödlich. Andererseits gibt es keine klaren Vorgaben und Regeln – wohl auch aus Angst, dass ein harter Lockdown eine Hungerkatastrophe auslösen könnte. Wir rechnen jedoch mit baldigen harten Kontaktbeschränkungen.

Die Nethanja-Kirche fokussiert sich aktuell auf drei Schwerpunktaufgaben der Nächstenliebe:

  • Lebensmittelhilfe für Menschen in Slums und abgelegenen Dörfern, bei denen die Versorgungslage sehr schlecht ist
  • Medizinische Hilfe so gut möglich, vor allem in unserem Krankenhaus in Kondalaagraharam, in den Ambulanzen und durch mobile Teams. Wir versuchen Sauerstoff, lindernde Medikamente und Impfdosen aus seriösen Quellen sowie Schutzausrüstung zu organisieren.
  • Bestattungen: Einige Teams der Nethanja-Kirche bringen den Mut auf, trotz Ansteckungsgefahr die Verstorbenen unabhängig von ihrer Religion zu bestatten. Wir besorgen Schutzausrüstung, Särge oder auch Holz zum Verbrennen der Körper.

 

Aufgrund einiger Nachfragen: Trotz der nötigen und teilweise schon erfolgreichen Neuorganisation der Überweisungswege nach Indien ist es sinnvoll, auch jetzt zu spenden. Je nach Spendenaufkommen in Deutschland denken wir darüber nach, Gelder, die schon für Baumaßnahmen nach Indien überwiesen wurden, für Soforthilfe freizugeben und wieder aufzustocken, sobald die neuen Bankverbindungen in Funktion sind.